Die Friedensnobelpreisträgerin landete am Sonntag in Caracas, von Menschenmassen empfangen, und zeigte sich am Montag gesprächsbereit gegenüber Delcy Rodríguez.

Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, nach fast einem Jahr im Ausland nach Venezuela zurückgekehrt. Laut Euronews und Videomaterial der Associated Press landete sie in Caracas, wo Tausende Anhänger an Straßen, Mautstellen und in den Straßen warteten, Fahnen schwenkten und „Freiheit!“ riefen. Es ist ihr erster Auftritt im Land, seit sie im vergangenen Dezember heimlich ausreiste, um den Nobelpreis entgegenzunehmen; nach Angaben ihrer Partei hatte sie mindestens siebenmal erfolglos versucht zurückzukehren.

Am Montag signalisierte Machado Verhandlungsbereitschaft. Ihre Sprecherin Claudia Macero sagte dem Sender Unión Radio, sie sei bereit, sich nicht nur mit Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, sondern mit jedem zu treffen, der nötig sei, in voller Transparenz und mit einer Agenda. Rodríguez, frühere Vizepräsidentin von Nicolás Maduro, übernahm mit Rückendeckung Washingtons die Macht, nachdem Maduro vor neun Monaten bei einem US-Militäreinsatz gefangen genommen worden war. Die Übergangsregierung hat Wahlen versprochen, aber keinen Termin genannt; Machados Partei Vente Venezuela fordert eine Wahl 2027, bei der sie antreten darf.

Die Europäische Union begrüßte die Rückkehr und rief die Behörden und alle politischen Akteure auf, die Chance für einen inklusiven, von Venezolanern geführten Dialog hin zu freien und fairen Wahlen zu nutzen, so Sprecher Anouar El Anouni. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, er habe von der Rückkehr nichts gewusst, und nannte sie „eine sehr nette Frau“. Ihre Heimkehr rückt die einflussreichste Oppositionsfigur wieder ins Zentrum eines turbulenten politischen Übergangs in einem Venezuela, das sich stark verändert hat.