Santiago Peña ist als Präsident Paraguays zurückgetreten, nachdem der Kollaps der Digitalbank ueno Proteste ausgelöst und viele Menschen von ihren Ersparnissen abgeschnitten hat.

Paraguays Präsident Santiago Peña ist am 5. November 2026 zurückgetreten, wie Reuters, DW und die New York Times berichten. Auslöser war der Zusammenbruch der bekannten Digitalbank ueno, der das Land laut Times in die schwerste Finanzkrise seit Jahrzehnten stürzte. Die Aufsichtsbehörden übernahmen die Kontrolle über die Bank, und laut Reuters geriet Peña, der frühere geschäftliche Verbindungen zu dem Institut hatte, unter massiven Druck. Die Times berichtet, Peña habe sich dafür entschuldigt, die Krise nicht verhindert zu haben.

Die Folgen für die Bevölkerung sind gravierend. Reuters schreibt, fast die Hälfte der Bevölkerung habe keinen Zugriff mehr auf ihre Konten, DW nennt rund 60 Prozent; der genaue Anteil ist daher unklar. Nach der Übernahme der Bank kam es zu Straßenprotesten, und laut DW organisiert die Zentralbank Rückzahlungen, ohne die Ersparnisse aller Kontoinhaber zu garantieren. Wie und wie schnell Einleger entschädigt werden, bleibt offen.

Das beigefügte Video ist ein Nachrichtenbeitrag von Reuters zum Rücktritt vom Abend des 5. November 2026 und kein Rohmaterial des Ereignisses selbst. Einzelheiten wie die Machtübergabe, das volle Ausmaß der Verluste und die genaue Zahl der betroffenen Kunden waren zum Redaktionsschluss nicht unabhängig bestätigt. Reporix aktualisiert die Berichterstattung, sobald offizielle Stellungnahmen und Zahlen der Aufsicht vorliegen.