Die Bank of Korea meldet für Juli bis September ein BIP-Plus von 1,0 Prozent zum Vorquartal und 3,4 Prozent zum Vorjahr – deutlich über der Prognose von 0,3 Prozent, getragen von Chipexporten und Investitionen.

Südkoreas Wirtschaft ist im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent gewachsen, wie aus der am 27. Oktober veröffentlichten Erstschätzung der Bank of Korea hervorgeht. Im Jahresvergleich legte das reale Bruttoinlandsprodukt um 3,4 Prozent zu. Euronews berichtete, das Quartalsergebnis liege mehr als dreimal so hoch wie das im August prognostizierte Wachstum von 0,3 Prozent.

Die Mitteilung der Zentralbank zeigte zudem, dass das reale Bruttoinlandseinkommen, ein Maß für die Kaufkraft, im Quartal um 3,4 Prozent und im Jahresvergleich um 18,8 Prozent stieg. Euronews zufolge, die sich auf die Bank of Korea beruft, wuchsen die Exporte im Quartal um 2,3 Prozent, angeführt von Halbleitern, Maschinen und elektrischen Ausrüstungen, während die Anlageinvestitionen um 4,1 Prozent zulegten, vor allem wegen Ausgaben für Chipfertigungsmaschinen. Zudem verwies der Bericht auf Regierungszahlen, nach denen die Halbleiterexporte im Jahresvergleich um 218,7 Prozent auf 148 Milliarden Dollar stiegen.

Die von Euronews zitierten Analysten begrüßten die Daten, wiesen aber auf die Konzentration des Wachstums auf eine einzige Branche hin. Kwon Hyo-sung von Bloomberg Economics sagte, die Zahlen stützten die Sicht der Zentralbank, dass die florierende Chipnachfrage Exporte und Investitionen trage, während John Bromhead von Moody's Analytics warnte, Südkorea sei anfällig, falls die weltweiten KI-Ausgaben nachließen. Die Zahlen sind vorläufig und könnten in späteren Veröffentlichungen revidiert werden.