Die in Hongkong geborene Dichterin erhält den mit 10.000 Pfund dotierten Forward Prize, ein Jahrzehnt nach „Loop of Jade“; Nur Turkmani, Tara Bergin und Biff Smith gewinnen die übrigen Kategorien, berichtet der Guardian.
Sarah Howe hat den Forward Prize für die beste Gedichtsammlung gewonnen, einen der renommiertesten Lyrikpreise Großbritanniens, und zwar für „Foretokens“, berichtet der Guardian. Die Sammlung behandelt frühe Elternschaft, den Tod ihres Vaters und das frühe Leben ihrer Mutter in Hongkong. Howe wurde bei einer von Joelle Taylor moderierten Zeremonie im Londoner Southbank Centre als Gewinnerin verkündet und erhält 10.000 Pfund. Sie wurde in Hongkong als Tochter eines englischen Vaters und einer chinesischen Mutter geboren; „Foretokens“ ist ihre zweite Sammlung, ein Jahrzehnt nachdem „Loop of Jade“ als erstes Debüt den TS Eliot Prize gewann. Der neue Band stand zudem auf der Shortlist des TS Eliot Prize 2025.
Drei weitere Preisträger wurden benannt. Nur Turkmani, eine in Lissabon lebende Dichterin, die in Beirut aufwuchs, gewann den mit 5.000 Pfund dotierten Jerwood-Preis für die beste Erstsammlung mit „October“, der auch auf der Shortlist des diesjährigen PEN Heaney Prize stand; für ihren unabhängigen Verlag Hajar Press ist es die erste Nominierung und der erste Sieg. Turkmani sagte, die Gedichte seien überwiegend in Beirut entstanden, in einer Zeit von Protesten, Waldbränden, wirtschaftlichem Zusammenbruch, einer Hafenexplosion und einem andauernden Krieg, und Schreiben sei eine Weise geworden, zu sehen, zu verstehen und weiterzumachen. Die in Dublin geborene Tara Bergin, die an der Newcastle University Creative Writing lehrt, gewann in der Kategorie bestes geschriebenes Einzelgedicht mit „The Fear“, erstmals im Stinging Fly erschienen, und der schottische Singer-Songwriter Biff Smith gewann die Performance-Kategorie mit „Dumbarton East“, aufgenommen bei der Veranstaltung Loud Poets in Schottland. Bergin und Smith erhalten je 1.000 Pfund.
Mónica Parle, Co-Geschäftsführerin der Forward Prizes, nannte „Foretokens“ eine außergewöhnliche Sammlung, die nach zehn Jahren Arbeit entstehen und dennoch deutliche Relevanz für unsere Zeit besitzen könne. Die Jury leitete die Schriftstellerin Sarah Moss gemeinsam mit Romalyn Ante, WN Herbert, Michael Mullen und Yomi Ṣode; Moss sagte, es sei tröstlich gewesen, in Monaten, in denen die Welt jede Woche düsterer wirken konnte, zu Gedichten und Auftritten zurückgerufen zu werden, und Lyrik sei zwar kein Allheilmittel, liefere aber Worte, Bilder und Metaphern für das, was zählt. Die 1992 gegründeten Preise haben unter anderem Seamus Heaney, Ted Hughes und Claudia Rankine ausgezeichnet; im vergangenen Jahr wurde der Preis für die beste Sammlung erstmals geteilt, zwischen Vidyan Ravinthiran und Karen Solie. Dieser Bericht stützt sich auf die Meldung des Guardian über die Bekanntgabe.



