Der Künstler aus Los Angeles, bekannt für Collagen aus bedruckten Metallsplittern und Tausenden Nägeln, ist tot; seine Galerie L.A. Louver bestätigte den Todesfall.

Tony Berlant, der mit der Westküsten-Pop-Art der 1960er-Jahre verbundene Künstler aus Los Angeles, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. ARTnews berichtet unter Berufung auf einen Bericht der Los Angeles Times, dass seine langjährige Galerie L.A. Louver den Tod bestätigt habe. Berlant war vor allem für großformatige Collagen aus bedruckten Metallsplittern und Tausenden Nägeln bekannt, oft aus alten Blechschildern gefertigt und gelegentlich um Fundstücke ergänzt. In den vergangenen Jahren begann er, persönliche Fotografien auf die Metallgründe seiner Arbeiten zu drucken, was ihnen eine autobiografische Dimension verlieh.

Berlant wurde 1941 in New York City geboren, zog als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Los Angeles und studierte an der University of California, Los Angeles, wo er 1961 abschloss; 1962 und 1963 folgten Master-Abschlüsse in Malerei und Bildhauerei. Seine frühen, vom Pop beeinflussten Arbeiten zeigten echte Kleidung, die mit Emaille bemalt und auf Leinwand geklebt wurde, doch 1964 wandte er sich dem Material zu, das seine Laufbahn prägen sollte: gefundene Metallschilder, die er auf flache Flächen und auf dreidimensionale Formen wie Häuser und Würfel collagierte. Zwischen 1962 und 1966 war er in Ausstellungen des Museum of Fine Arts in Houston, des Whitney Museum in New York und des Los Angeles County Museum of Art vertreten; seit 1984 stellte er bei L.A. Louver aus.

Neben seiner Atelierpraxis sammelte Berlant Kunst und Artefakte der Ureinwohner Nordamerikas, ein Interesse, das sich auf Mimbres-Keramik aus dem Südwesten New Mexicos und prähistorische Steinwerkzeuge ausweitete. Er war Gründungsmitglied der Mimbres Foundation, einer Naturschutzorganisation, und veröffentlichte 2018 zwei Bücher: First Sculpture: Handaxe to Figure Stone, gemeinsam mit dem Anthropologen Thomas Wynn beim Nasher Sculpture Center erschienen, sowie Decoding Mimbres Painting: Ancient Ceramics of the American Southwest, verfasst mit Evan Maurer und Julia Burtenshaw. Berlant lebte in Santa Monica, Kalifornien. Er hinterlässt seine Frau, die Performancekünstlerin und Bühnenbildnerin Helen Méndez, seine Tochter, die Komikerin und Schauspielerin Kate Berlant, und seinen Bruder Jeff Berlant. Die Angaben stützen sich auf den Bericht von ARTnews, der keine Todesursache nannte.