Hugging Face, fünf US-Universitäten und weitere Partner haben Project ProtoStar angekündigt: Forschungsdaten, Modelle und Code sollen in KI-tauglichen Formaten bereitgestellt werden, beginnend mit einer Klima-Challenge der Carnegie Mellon University am 2. November.
Hugging Face hat am 29. Oktober Project ProtoStar angekündigt, eine Initiative, die öffentlich finanzierte wissenschaftliche Datensätze, Modelle und Code leichter auffindbar, wiederverwendbar und weiterentwickelbar machen soll, insbesondere für KI-gestützte Forschung. Zu den in der Ankündigung genannten Gründungspartnern zählen die Carnegie Mellon University, die Purdue University, das Georgia Institute of Technology, die Arizona State University und die George Washington University, die über das Open Forum for AI mitwirken, außerdem das Astera Institute, Hugging Face als Infrastrukturpartner und der Open Research Community Accelerator als Community-Partner. Teilnehmende Organisationen unterzeichnen eine Absichtserklärung, die die Veröffentlichung geeigneter Forschungsartefakte in KI-tauglichen, maschinell nutzbaren Formaten auf offener Infrastruktur unterstützt.
Hugging Face versteht das Projekt als Antwort auf eine Nutzbarkeitslücke: Die US-Bundesregierung investiert jährlich rund 190 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung, Behörden wie NIH und NSF erwarten zunehmend, dass Ergebnisse und Daten geteilt werden, doch Dateien liegen oft verstreut in inkompatiblen Systemen oder es fehlen Dokumentation und Herkunftsnachweise. Das Unternehmen gibt an, mehr als 17.000 öffentliche Datensätze aus zentralen Wissenschaftsbereichen zu hosten, knapp 29.000 unter Einbeziehung von Medizin und Mathematik, und Forschende hätten in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 mehr als dreimal so viele neue Wissenschaftsdatensätze geteilt wie im Vorjahreszeitraum. Die 18 Repositorien des NCBI auf der Plattform hätten über 11 Millionen Downloads erreicht, die 27 Repositorien von NASA IMPACT rund 770.000, Stand 26. Oktober. Diese Zahlen stammen aus den eigenen Hub-Daten von Hugging Face.
Die erste einer Reihe offener Challenges, ausgerichtet von der Carnegie Mellon University, läuft vom 2. bis 13. November 2026. Die Teilnehmenden nutzen historische Wetterdaten von 210 US-Städten bis 2018, um die tatsächlichen Bedingungen von 2019 bis 2026 anhand vier Kennzahlen vorherzusagen: Jahresdurchschnittstemperatur, jährliche Gesamtniederschlagsmenge, heißester Tag des Jahres und Kühlgradtage. Die Prognosen werden in einer öffentlichen Rangliste mit einfachen Basislinien wie historischen Durchschnitten und linearen Trends verglichen, zudem schlagen die Teams eine kurze Idee für eine Klimaanpassungspolitik vor. Die endgültigen Ergebnisse sollen Anfang 2027 vorliegen, sobald die vollständigen Wetterdaten für 2026 verfügbar sind. Interessierte Organisationen können sich laut Ankündigung unter protostar@orcaopen.org melden.



