Eine einjährige Feldstudie in acht Gärten an Londoner Straßen ergab: Hecken und viel Bepflanzung brachten die geringste Partikelbelastung, gepflasterte Gärten waren am heißesten und am stärksten belastet.
Eine einjährige Feldstudie in zwei Londoner Stadtteilen hat ergeben, dass Vorgärten eine erste Verteidigungslinie gegen Luftverschmutzung sein können, berichtete The Guardian am 30. Oktober. Die Forschenden maßen die Belastung in acht Gärten an verkehrsreichen Straßen, einige etwa 10 Meter von der North Circular Road entfernt, andere etwa 15 Meter von einer stark befahrenen Straße im Osten Londons. Gärten mit Hecken und reicher Vegetation hatten die geringste Partikelbelastung; der beste Garten wies bis zu 80 % weniger auf als gepflasterte Gärten. Auch Gärten mit Rasen zeigten stabile, durchgehend niedrige Werte.
Gepflasterte Gärten verzeichneten die höchsten Temperaturen und die höchste Belastung; im Sommer konnten sie bis zu 6 °C heißer sein als dicht bepflanzte. Prof. Prashant Kumar von der University of Surrey, der die Studie koordinierte, sagte, der Kühleffekt sei besonders deutlich und könne in heißen Nächten wichtig sein. Hecken, Sträucher und Bäume verändern laut den Forschenden den Fluss der Verkehrsabgase, wobei Blätter Partikel binden und Gase aufnehmen. Im Frühjahr ist der Schutz geringer, wenn sich landwirtschaftliche Emissionen weiträumig ausbreiten können.
Gärten bedecken etwa 41 % von Greater London, verglichen mit 27 % in Cardiff und 23 % in Edinburgh. Dr. Karina Corada-Pérez von der University of East London, Erstautorin der Studie, sagte, der Druck, Vorgärten zu pflastern, sei real, etwa wegen geringen Pflegeaufwands und Stellplätzen. Ihre Botschaft lautet, Gärten wo immer möglich grün zu halten; sie forderte Leitlinien und Anreize, die Parken, Barrierefreiheit und Pflege mit den gesundheitlichen, klimatischen und ökologischen Vorteilen in Einklang bringen. Die Ergebnisse stammen aus nur acht Gärten und sind daher ein erster Hinweis, keine allgemeingültige Regel.



